Apotheker / Apothekerin

Apotheker: ein spannender medizinischer Beruf

Der Beruf des Apothekers ist einer der fünf universitären medizinischen Berufe

Die Ausbildung ruht auf 3 Säulen :

  1. Erstens: Eine universitäre Grundausbildung von 5 Jahren, aufgeteilt in 3 Jahre Bachelor- und 2 Jahre Masterstudium.

  2. Zweitens: Eine obligatorische Fortbildung, welche den Apothekern ermöglicht, ihr Wissen auf dem neusten Stand zu halten.

  3. Drittens: Eine eidgenössisch anerkannte, postgrade Weiterbidlung, welche es jungen Apothekern ermöglicht, ihr Wissen zu vertiefen

2014 gab es 1794 Pharmaziestudenten in der Schweiz und 400 Jugendliche haben ihr Studium im Herbst 2015 begonnen. Die Anzahl Studierende ist in den letzten Jahren relativ stabil geblieben. Der Anteil an Frauen ist hoch (ungefähr 70%).


Die ersten Jahre sind allgemein naturwissenschaftlich geprägt mit folgenden Fächern:

  • Chemie

  • Physiologie

  • Physik

  • Biologie...

Ab dem dritten Jahr wird die Ausbildung spezifischer und beinhaltet pharmazeutische Fächer wie:

  • Pharmakologie

  • Phytotherapie

  • Galenik (Herstellung von Medikamenten)

  • Pharmakotherapie

 

Die Ausbildung ermöglicht auch, sich mit der praktischen Seite des Berufes vertraut zu machen: Viele praktische Arbeiten im Labor, einem obligatorischen Praktikum in einer Apotheke zwischen dem 1. und 2. Ausbildungsjahr und einem Assistenzjahr im letzten Jahr der Ausbildung.


Der Apotheker ist der einzige universitäre Medizinalberuf, welcher für die Medikamentenfabrikation ausgebildet ist.

Diese Kompetenz ist sehr nützlich, wenn gewisse Medikamente nicht oder nicht mehr von der pharmazeutischen Industrie hergestellt werden, was häufig in den Bereichen Dermatologie und Pädiatrie vorkommt.

 

Mit dem eidgenössischen Diplom kann der Apotheker in einer öffentlischen Apotheke, aber auch im Spital oder in der Industrie arbeiten. Der Industrieapotheker befasst sich dabei vorallem mit Laborforschung zur Entwicklung neuer Medikamente oder neuer galenischer Formen. Studierende dieser Richtung machen häufig nach dem Pharmaziestudium noch ein Doktorat.

 

Der Spitalapotheker beteiligt sich an der Herstellung von personalsierten Medikamenten und überwacht die richtige Verwendung der Medikamente im Spital. Weitere Arbeitsmöglichkeiten für den diplomierten Apotheker sind die Arbeit in der Verwaltung oder im Bildungswesen.


 

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